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Autor Thema: Linux: Bootvorgang beschleunigen  (Gelesen 7206 mal)

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Offline Rancor

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Linux: Bootvorgang beschleunigen
« am: 26. Mai 2010, 16:49:18 »
Hier mal ein kleines How- To wie man den Bootvorgang unter Linux beschleunigen kann:

1. Bootvorgang analysieren
Zuerst solltet Ihr Euer Bootvorgang mit Bootchart (http://www.bootchart.org/) analysieren. Installiert dazu folgende Pakete über Euren Paketmanager:

bootchart
bootchart-view (gibt es unter Debian, könnte bei Eurer Distro aber auch im Paket bootchart integriert sein)

und fügt Eurem Bootmanager (z.B. Grub) den Kernel- Parameter

init=/sbin/bootchartd

hinzu. Beim nächsten Start wird dann eine /var/log/bootchart.tgz erstellt.
Diese könnt Ihr dann per:

bootchart bzw. bootchart-render (je nach Distro)

analysieren und als .png Bild ausgeben lassen. In diesem Bild seht Ihr dann die Dauer Eures Bootvorganges sowie die Zeit welcher jeder einzelne Prozess zum starten benötigt.

2. Unnötige Dienste entfernen
Entfernt alle unnötigen Dienste, welche beim Systemstart gestartet werden. Bei mir war das z.B. portmap und nfs-common, welche ich unter Debian deinstalliert habe da ich kein NFS benutze. Alternativ zur kompletten Deinstallation der Pakete kann man unter Debian Dienste aus dem Runlevel entfernen, in dem man folgendes eingibt:

update-rc.d paketname remove

Andere Distros haben dazu sicherlich auch geeignete Tools,  da müsst Ihr Euch einfach mal einlesen.

3. Bootvorgang parallelisieren (nur für Debian User)
In Debian Testing werden seit dem 26.5.2010 per default alle Dienste beim Booten parallel gestartet. Wer noch Stable/etch benutzt kann folgendes:

CONCURRENCY=startpar

in die /etc/default/rcS eintragen um den Bootvorgang zu parallelisieren.

4. fasboot Kernel Parameter
Ein zusätzlicher Kernel Parameter, der den Bootvorgang beschleunigen kann ist fastboot. Fügt einfach Eurem Bootmanager (z.B. Grub) den Kernel- Parameter

fastboot

hinzu. Ich habe diesen Parameter jedoch weg gelassen da dieser wohl auch Probleme bereiten kann und meine Bootzeit nur um 1 sec. verkürzt hat.

5. readahead um Dateien während des Boot-Vorgangs vorzuladen
Readahead läd Dateien während des Boot-Vorgangs vor, um den Bootvorgang zu beschleunigen. Installiert dazu das Paket readahead (bzw. readahead-fedora unter Debian) um diese Funktion zu nutzen und startet Euer System neu. Bei diesem ersten Start verzögert sich der Systemstart ein bisschen da readahead Daten über den Bootvorgang sammelt, beim nächsten Systemstart solltet Ihr aber eine beschleunigung bemerken.

6. sh durch dash ersetzen
Falls das noch nicht in Eurer Distro der Standard ist, ersetzt sh durch das schnellere dash.

7. Eigenen Kernel mit fest einkompilierten Modulen backen
Das fest einkompilieren der benötigten Module in den Kernel wirkt beim Bootvorgang Wunder. Hier will ich aber nicht näher drauf eingehen da dies nur etwas für erfahrene Linux User ist, und die sollten normal wissen wie sie dies tun... :-)


Ich habe hiermit meinen Bootvorgang von ca. 33 sec. auf ca. 15 verkürzt. Ihr könnte ja auch mal ein bisschen rumtesten und ggf. Eure Erfahrungen posten.
« Letzte Änderung: 26. Mai 2010, 17:39:29 von Rancor »
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Offline Souldriver

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #1 am: 26. Mai 2010, 17:03:00 »
Du hast

8. Dieselgenerator an die Stromzufuhr des Laptops anschließen

und

9. Füllen Sie reichlich Getriebeöl in Ihre Festplatte

vergessen!
« Letzte Änderung: 26. Mai 2010, 17:04:51 von Souldriver »
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Offline Wakka

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #2 am: 26. Mai 2010, 18:52:24 »
yo eigener kernel bringt ziemlich viel. mein gentoo hat immer sehr schnell gebootet. allerdings war es dann doof wegen jedem modul das ganze teil neu zu kompilieren xD

wenn du schnell booten willst würd ich mal versuchen ob bei deiner konfiguration der ruhezustand geht, da kommt sowieso nichts ran (in jedem os) =)

Offline Rancor

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #3 am: 26. Mai 2010, 19:08:11 »
Jupp, das selbst kompilieren ist mir auch zu stressig. Da nehm ich lieber die 5-10 Sekunden längere Bootzeit in Kauf.  :)

Ruhezustand funktioniert hier. Nur hab ich die Kiste teilweiße 2-3 Tage nicht laufen, da will ich sie nicht die ganze Zeit im Ruhezustand haben.  :)
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Offline Wakka

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #4 am: 26. Mai 2010, 21:28:46 »
du weisst aber schon das der ruhezustand keinen strom braucht oder?

Offline Holgerius/Bier-Elfe

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #5 am: 27. Mai 2010, 05:04:20 »
du weisst aber schon das der ruhezustand keinen strom braucht oder?
Nich rumerzählen, sonnst stell ich meine 20 Megawatt/h umsonnst her  :lol:
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Offline Rancor

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #6 am: 27. Mai 2010, 13:42:14 »
du weisst aber schon das der ruhezustand keinen strom braucht oder?

Arghh, hab das mit Suspend to RAM (Standby) verwechselt...  :D
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Offline Wakka

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #7 am: 27. Mai 2010, 20:37:23 »
yo stimmt man nennt es auch hibernate oder glaube suspend to disk

Offline Souldriver

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #8 am: 28. Mai 2010, 00:29:11 »
10. Handbremse lösen!
Warum essen Veganer keine Hühner?
Weil Eier drin sind :lol:

Offline Rancor

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #9 am: 28. Mai 2010, 01:29:17 »
10. Handbremse lösen!

Das sagt ein Windows- User...  :lol:
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Offline Holgerius/Bier-Elfe

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #10 am: 28. Mai 2010, 01:30:50 »
10. Handbremse lösen!

Das sagt ein Windows- User...  :lol:

Ein Windoof7 64Bit Nutzer  ;-) wenn schon richtig ohne das man noch dran rumschrauben muss
Kommt ne Ente ins Milchgeschäft, fragt der Verkäufer:" Milch?" ,darauf die Ente ":Quack!" =D

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Offline LaVey

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #11 am: 28. Mai 2010, 03:26:05 »
Optionen zum b00ten beschleunigen:

1) weniger Crystal fressen, dann dauert ne Sekunde nicht gleich gefühlte 20 Jahre  :cool1:
2) wie holger schon sagte: Handbremse lösen oder einfach mal entspannt aufs Gas latschen, könnt ich was darüber erzählen aber ich brauch kein schnelleres Linux  :rolleyes:
3) EHSEHSDEHS - absolut nichts geileres als 2 kleine intel ssds an einem guten Raid controller - we love to TRIM  :yes: im Raid 0, ich kenn SANs die weniger IOPS schaffen als diese kleinen WUUUUSAAAAAAA Scheckkarten aka SSDs
4) RAMDisk, dagegen ist ne SSD  :sick: hilft zwar nur mit Battery Backup und enormen Tweaks zum Booten aber die sind der absolute Killer  :w00t:
5) weniger prons saugen
6) das hier dürfte für die meisten eigentlich wirklich die meiste Performance bringen, zwar nicht beim booten aber sonst schon: Ordner die eine hohe Auslastung durch ihre Funktion(en) haben auf physikalisch verschiedene Platten am besten über verschiedene Controller ansprechen ich mein ... klar braucht ein System das Hauptsächlich als Web Service dient sehr lange zum booten wenn var/ tmp/ und opt/ auf einem physikalischen Laufwerk liegen, mal nicht davon zu reden dass die Performance meist zwar "brauchbar" aber viel schlechter ist als sie sein könnte  :rolleyes:
7) Mir 60 € überweisen ich habe die Lösung reicht für /mnt/boot tausend mal, wird vermutlich (leider?) immer noch gute 20 - 40 mal mehr IOPS liefern als ne konventionelle Festplatte, wir sind einfach ein bischen zu sehr von den 5 TB plattern von denen 3 in jeder Festplatte stecken heutzutage, gewöhnt. Jemand der es hinbekommt einen 16 GB Kernel zu bauen hat ganz andere Probleme  :w00t:
09/12/06 Emmendingen Holgerius will bezahlen
<Bedienung>: Was hattest du?
<Holgerius>: mmm 1 Qowaz, 1 Elsäßer Wurstsalat, 7 Jägermeister und 3 große Pils, ne 5!
<Bedienung>: sicher? ich hab nur 2 aufgeschrieben
<Holgerius>: jaja ganz sicher!
 
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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #12 am: 28. Mai 2010, 13:47:30 »
Jupp, ne SSD oder ne RAMDisk bewirkt auch Wunder. Hab hier einen an der Hochschule der sein Laptop auch von ner RAMDisk startet. Das einzige Problem ist seine Vergesslichkeit, hat schon das eine oder andere mal vergessen seine Daten die er gerade bearbeitet hat von der RAMDisk zu sichern...  :lol:

ohne das man noch dran rumschrauben muss

"Muss" man bei einem Linux auch nicht, das hier ist alles Optional.  :)
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Offline Souldriver

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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #13 am: 28. Mai 2010, 15:28:10 »
10. Handbremse lösen!

Das sagt ein Windows- User...  :lol:

Na wie gut, daß Du niemals Windows benutzen würdest  :-/

11. Die Startsequenz decompilieren und in Zeile 3957362 statt des "$" ein "%" einfügen. Anschließend die Backuproutine parsen und im Bytegenerator eine Firewire-Verbindung zum Bitstreamcalculator schalten.

Das spart nochmal ne Sekunde! Man sitzt allerdings ne Woche dran!
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Re: Linux: Bootvorgang beschleunigen
« Antwort #14 am: 28. Mai 2010, 16:05:11 »
10. Handbremse lösen!

Das sagt ein Windows- User...  :lol:

Na wie gut, daß Du niemals Windows benutzen würdest  :-/

11. Die Startsequenz decompilieren und in Zeile 3957362 statt des "$" ein "%" einfügen. Anschließend die Backuproutine parsen und im Bytegenerator eine Firewire-Verbindung zum Bitstreamcalculator schalten.

Das spart nochmal ne Sekunde! Man sitzt allerdings ne Woche dran!

:rofl: Mir kommen die tränen vor lachen bei den herlich genialen einfällen :lol:
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Tags: Linux