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Autor Thema: Stromsparen unter Linux  (Gelesen 2442 mal)

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Offline Rancor

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Stromsparen unter Linux
« am: 19. April 2010, 12:46:17 »
Die Tips hier sind vor allem für Net- und Notebook Besizer interessant, können aber auch auf einem Desktop- System benutzt werden.

Da von Haus aus fast jede Linux- Distro weniger Akkulaufzeit hat als ein Windows XP System (Win7 bestimmt auch) hier mal ein paar Tips fürs Stromsparen:

Die erste Anlaufstellen ist auf jeden Fall diese Seite hier:

http://www.lesswatts.org/

mit etlichen Stromspar- Tips.

Hier findet man auch ein Programm genannt "Powertop":

http://www.lesswatts.org/projects/powertop/

welches den Stromverbrauch eines Systems analysiert, die Stromfresser auflistet und auch Tips für das Optimieren eines Systems gibt.

Des weiteren gibt es verschiedene Pakete unter Linux die die Festplatten und/oder CPU runterfahren können:

cpufreqd
cpudyn
powernowd
laptop-mode

Das Paket Laptop- Mode kann zusammen mit den anderen Paketen eingesetzt werden, für welches der anderen man sich entscheiden bleibt jedem selbst überlassen.

Die oben genannten Pakete sollten normal in den Paketquellen jeder gängigen Distro drin sein.

Weiterhin sollten alle unnötigen Kernelmodule beendet werden (bei mir war joydev und parport geladen obwohl ich die nicht brauche) oder Dienste (wie z.B. nfs etc.) die Ihr nicht braucht. Des weiteren könnt Ihr den MTA der bei Debian exim4 ist gegen nen leichteren MTA wie z.B. esmtp, ssmtp oder nullmailer austauschen.
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Offline Rancor

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Stromsparen unter Linux
« Antwort #1 am: 19. April 2010, 12:46:43 »
Und noch 2 weitere Tips:

1. Bei mir wurden die cpufreq Kernel Module nicht geladen, dadurch war dann kein CPU Scaling möglich.
Schaut mal bei Euch mit lsmod ob die cpufreq Kernel Module geladen wurden. Wenn nicht fügt die für Eurer System benötigten Module in die /etc/modules. Bei meinem Atom 270 waren das folgende:

Zitat
acpi_cpufreq
cpufreq_stats
cpufreq_userspace //nicht unbedingt notwendig, ausser dieser governor soll benutzt werden.
cpufreq_powersave //nicht unbedingt notwendig, ausser dieser governor soll benutzt werden.
cpufreq_conservative //nicht unbedingt notwendig, ausser dieser governor soll benutzt werden.

Unter Debian gibt es auch das Paket:

cpufrequtils

welches die für das System passende Module lädt. Schaut mal ob das Paket auch bei Eurer Distro verfügbar ist.

2. Manchmal werden nicht die richtigen scaling- frequenzen in diese Dateien hier eingetragen:

/sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_maxfreq
/sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_minfreq
/sys/devices/system/cpu/cpu1/cpufreq/scaling_maxfreq
/sys/devices/system/cpu/cpu1/cpufreq/scaling_minfreq

(bei mir war als max und minfreq 1330000 eingetragen obwohl meine CPU von 0.8 bis 1.6 ghz laufen kann)

Deswegen tragt das hier in die /etc/rc.local ein (natürlich müsst Ihr Eure Frequenzen anpassen)

/usr/bin/cpufreq-set -c 0 -d 0.80GHz -u 1.60GHz -g ondemand
/usr/bin/cpufreq-set -c 1 -d 0.80GHz -u 1.60GHz -g ondemand
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Offline Rancor

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Stromsparen unter Linux
« Antwort #2 am: 19. April 2010, 12:47:25 »
Und zuletzt noch meine cpufreqd.conf, da mir die Configs von Debian nicht so passen. (Die benutzen powersave für den Batteriebetrieb, ist aber nicht wirklich sinvoll.)

[General]
pidfile=/var/run/cpufreqd.pid
double_check=1
[/General]

[acpi]
acpid_socket=/var/run/acpid.socket
[/acpi]

[Profile]
name=Performance High
minfreq=100%
maxfreq=100%
policy=performance
[/Profile]

[Profile]
name=Performance Medium
minfreq=66%
maxfreq=66%
policy=performance
[/Profile]

[Profile]
name=Ondemand High
minfreq=0%
maxfreq=100%
policy=ondemand
ignore_nice=1
sampling_rate=80%
[/Profile]

[Profile]
name=Ondemand Low
minfreq=0%
maxfreq=66%
policy=ondemand
ignore_nice=1
sampling_rate=80%
[/Profile]

##
# Basic states
##
# when AC use performance mode
[Rule]
name=AC Rule
ac=on                    # (on/off)
profile=Performance High
[/Rule]

# Ondemand mode when not AC
[Rule]
name=AC Off - High Power
ac=off
profile=Ondemand High
[/Rule]

# Ondemand mode when not AC and in low power
[Rule]
name=AC Off - Low Power
ac=off
battery_interval=0-30
profile=Ondemand Low
[/Rule]

##
# Special Rules
##
# CPU Too hot!
[Rule]
name=CPU Too Hot
acpi_temperature=65-100
cpu_interval=ANY:0-100
profile=Performance Medium
[/Rule]

# use performance mode if I'm watching a movie
# I don't care for batteries!
# But don't heat too much.
[Rule]
name=Movie Watcher
ac=off
programs=xine,mplayer,gmplayer,vlc,totem
battery_interval=0-100
acpi_temperature=0-100
cpu_interval=ANY:0-100
profile=Performance High
[/Rule]
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Offline Souldriver

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Stromsparen unter Linux
« Antwort #3 am: 19. April 2010, 18:55:14 »
Die beste Art, mit einem Linux-System Strom zu sparen ist, es erst gar nicht einzuschalten!
Warum essen Veganer keine Hühner?
Weil Eier drin sind :lol:

Offline Wakka

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Re: Stromsparen unter Linux
« Antwort #4 am: 20. April 2010, 20:18:56 »
ja das mit dem strom stimmt leider.
habe auch immer irgendwelche configs anpassen und scripte schreiben müssen.

naja jetzt scheiss ich da einfach drauf, bin eh immer am strom wenn ich am linux arbeite. dafür arbeite ich mit dem system halt deutlich schneller wie unter windows, was den stromverbrauch wieder kompensiert ;)

Offline Rancor

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Re: Stromsparen unter Linux
« Antwort #5 am: 12. Februar 2011, 10:53:36 »
So, gerade noch mal Powertop über mein System laufen lassen und die Meldung bekommen dass ich das "Device Power Management" aktivieren soll. Es sieht so aus dass das Device PM im Kernel 2.6.34 überarbeitet wurde, aber als Standard- Einstellung deaktiviert ist:

http://git.kernel.org/?p=linux/kernel/git/torvalds/linux-2.6.git;a=commitdiff;h=bb910a7040e90a0ca3d3e8245d6d5c128a5d1287

Wenn man das Runtime PM aktivieren will gibt es nen kleinen Quick'N'Dirty Trick:

Fügt dazu einfach folgendes:

find /sys/devices/pci* -name "control" -exec /root/pmauto.sh {} \;

in Eure /etc/rc.local und erstellt im Verzeichniss /root/ eine Datei "pmauto.sh" mit folgendem Inhalt:

#!/bin/bash

file=$1

case "$file" in
*power*)
echo "auto" > "$file" ;;
esac

und macht sie ausführbar. Jetzt sollte das Device PM beim Systemstart aktiviert werden.
« Letzte Änderung: 12. Februar 2011, 11:46:57 von Rancor »
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Tags: Stromsparen Linux